microdrones News | 26.07.2016 | Hamburg | Online Version dieser PDF

Lebensrettung zu Wasser: microdrones meets DLRG Horneburg
microdrones News | 26.07.2016 | Hamburg |

Lebensrettung zu Wasser: microdrones meets DLRG


microdrones™ und DLRG Horneburg/Altes Land e.V. präsentieren in Kombination mit RESTUBE neue Möglichkeiten via Drohne

Eine Zusammenarbeit, die Leben rettet: Die Firma microdrones und die DLRG Horneburg/Altes Land e.V (Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft) haben jetzt das Ergebnis ihrer neusten Zusammenarbeit bekannt gegeben: Bei einer Wasserrettungs-Simulation eines ertrinkenden Schwimmers wurde erstmals eine neue Taktik erprobt, bei der zwei innovative Technologien eingesetzt wurden: ein UAV (Unmanned Aerial Vehicle) sowie RESTUBE, eine aufblasbare Rettungsboje.

Viele Zuschauer hatten sich am vergangenen Freitag am Elbufer versammelt, um bei der Rettungsübung zuzusehen. Eine Drohne hatte dabei die sich automatisch aufblasende Kompakt-Rettungsboje RESTUBE über einem Ertrinkenden (gespielt von einem Statisten) abgeworfen. Die Boje diente als erste Rettungsmaßnahme. Der Schwimmer konnte dank der Rettungsboje auf dem Wasser treiben, bis ein Rettungsschwimmer zur Hilfe kommen und ihn sicher an Land bringen konnte. 

»Ein Erwachsener ertrinkt in einer solchen Situation in etwa 60 Sekunden, ein Kind in nur 30. Viel zu oft ist diese Zeitspanne für den Rettungsschwimmer zu kurz, um das Opfer zu erreichen«, erklärt Christopher Fuhrhop, Gründer und Geschäftsführer von RESTUBE. »Über dem Wasser zu fliegen ist der schnellste Weg, um das Opfer zu erreichen. Dank der Kombination von UAVs und RESTUBE ist es jetzt möglich, einer ertrinkenden Person schnellstens eine erste Hilfe zu geben, die im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden kann.«

Stabile Flugeigenschaften, herausragende Ausdauer und Witterungsbeständigkeit machen die md4-1000 von microdrones zur idealen Lösung für Einsätze bei der Wasserrettung.

Bei der Drohne handelt es sich um eine md4-1000 von microdrones. Der Quadrokopter mit speziell entwickelten Motoren, einem Karbongehäuse, hoch effizienten Akkus und integriertem GPS-System, kann selbst bei stärkerem Wind seine Position in der Luft halten und ist so im Ernstfall in der Lage, dem Ertrinkenden die rettende Boje von RESTUBE zu überliefern. Die microdrone ist außerdem mit einer Kamera ausgestattet, die der DLRG Horneburg/Altes Land e.V. Aufnahmen in Echtzeit übermittelt. So weiß der entsprechende Rettungsschwimmer genauestens, wo sich die Unglückstelle befindet.

»Ein Erwachsener ertrinkt in einer solchen Situation in etwa 60 Sekunden, ein Kind in nur 30. Über dem Wasser zu fliegen ist der schnellste Weg, um das Opfer zu erreichen.«, Christopher Fuhrhop, Gründer und Geschäftsführer von RESTUBE

RESTUBE wurde im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Gründerpreis ausgezeichnet, einem der bedeutsamsten Preise für Unternehmen in Deutschland. Exakt ein Jahr und viele Auszeichnungen später hat RESTUBE sein Potenzial in vielen kritischen Situationen bewiesen. Teammitglieder von microdrones und RESTUBE, DLRG-Rettungsschwimmer, Feuerwehrkräfte, Polizeioffiziere und viele Anwohner kamen am vergangenen Wochenende in Hamburg zusammen, um die erfolgreiche Rettungssimulation zu feiern. 

»Am problematischsten bei einer Rettungssituation ist, dass der Ertrinkende in Panik gerät und wir ihn nicht rechtzeitig zur Hilfe eilen können«, so Robert Rink vom DLRG Horneburg. »Nachdem, was ich heute gesehen habe, habe ich keine Zweifel mehr daran, dass Drohnen eine bedeutende Rolle in der Zukunft der Wasserrettung spielen werden – und wir dadurch weniger Todesfälle beklagen werden.«

Rink betont auch die anderen Möglichkeiten, die sich dank der Drohnennutzung ergeben, um die Wasserrettung weiter zu verbessern:

  • Schnellere Ortung von Personen dank Wärmebildkameras, die an der Drohne befestigt werden 
  • Sammlung von Daten zu sich bildenden oder verschwindenden Sandbänken sowie zu schwer erreichbaren Ufern
  • Bessere Verteilung des Rettungspersonals dank Live-Kamerabilder des Unglücksortes
  • Lieferung von wichtigen Medikamenten und anderen Versorgungsgütern von nahegelegenen Tankern oder Container-Schiffen
Von links nach rechts: Sven Jürß (Geschäftsführer bei microdrones), Robert Rink (DLRG Horneburg), Christopher Fuhrhop (Gründer und Geschäftsführer von RESTUBE)

»Wir sind sehr glücklich, dass wir das Potenzial dieser Rettungsmethode veranschaulichen konnten«, so Sven Jürß, Geschäftsführer von microdrones. »Tage wie diese, motivieren uns besonders, nach neuen Lösungen zu streben. Tage, an denen unsere Technologie mit anderen Technologien verschmilzt und innovative Lösungen dabei herauskommen, die die Welt verbessern. Wir sind stolz darauf, mit Unternehmen wie RESTUBE, der DLRG Hornbeurg/Altes Land e.V. und anderen zusammenzuarbeiten, um mithilfe von Drohnen Leben zu retten.«


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