INTEGRATION. LUFTFAHRT. INNOVATION. 
(UND FREUNDSCHAFT.)


Die Geschichte von Microdrones


Die Geschichte von Microdrones ist eine Geschichte über Freundschaft, andauernde Innovationen und wahre Leidenschaft für die Luftfahrt. Sie berichtet aber auch von Integration – die größte Stärke von Microdrones – und davon, wie wir die besten Einzelteile zusammengesetzt haben, damit das große Ganze besser werden konnte als die Summe seiner Einzelteile.

DIE STARTBAHN

Vivien Heriard-Dubreuil, Präsident von Microdrones, entdeckte schon als kleines Kind seine Liebe zur Luftfahrt. Ausflüge zur Pariser Luftfahrtschau in Le Bourget, ein Onkel im Helikopter-Geschäft und zahlreiche mit dem Bau von Flugdrachen und Raketen verbrachte Stunden entfachten sein Interesse an Flugmaschinen.

Schon in jungen Jahren wusste er, dass er in der Luftfahrt-Branche arbeiten wollte. Daher erwarb er schließlich seine Pilotenlizenz und studierte Maschinenbau. Dort arbeitete Vivien mit einem guten Freund an einem Projekt, im Zuge dessen die beiden ein kleines Unternehmen gründeten und ein zweisitziges Flugzeug bauten, testeten, flogen und verkauften.

Diese jugendliche Nebentätigkeit war gewissermaßen die Startbahn für eine jahrelange professionelle Tätigkeit bei großen Luftfahrtunternehmen wie unter anderem CAC Systems (heute eine Airbus-Tochter) und SAGEM (jetzt SAFRAN).

Vivien Heriard-Dubreuil, Präsident von Microdrones

Bei seiner Arbeit in der Luftfahrtbranche erkannte Vivien die Zukunftschancen von kommerziellen Drohnen und professionellen Kartierungs- und Luftvermessungsanwendungen. Anfang 2013 nutzte er diese Kenntnisse und zog in die USA, um dort ein Unternehmen für Drohnen-Dienstleistungen in Nordamerika zu gründen. Die Geburtsstunde von Flyterra hatte geschlagen.

Zu dieser Zeit galten in Kanada weniger strenge Gesetze für die kommerzielle Verwendung von Drohnen, weshalb Vivien die erste Flyterra-Niederlassung in Quebec in der Nähe des Center for Drone Excellence in Alma eröffnete. Flyterra bot Unternehmen Drohnen-Dienstleistungen an, mit denen sie gute, nützliche Daten erheben konnten. Dadurch konnte Flyterra tiefe Einblicke in die Bedürfnisse professioneller Anwender gewinnen.

Vivien begriff schnell, dass seine Drohnen so gut wie möglich an die Anforderungen jeder Anwendung anpassbar sein mussten, um einen wirklich effektiven Service anbieten zu können. Dafür musste sich Flyterra mit den Herstellern zusammenschließen.


EINE WETTE UNTER FREUNDEN WIRD ZU EINEM WELTWEIT ANERKANNTEN UNTERNEHMEN

Aus einer freundschaftlichen Wette wurde ein internationaler Weltmarktführer im Bereich kommerzieller Drohnen.

Zeitgleich entwickelte ein anderer Pionier in Deutschland das, was zum Fundament unseres Unternehmens werden würde: das unbemannte Luftfahrzeug von Microdrones.

Wie viele andere Technikunternehmen wurde auch Microdrones in einem Keller geboren. Der Ort des Geschehens war Siegen, Deutschland, und die Hauptrolle spielte Udo Jürß – der Erfinder des weltweit ersten kommerziellen Quadrocopters. Als Katalysator dieses Erfolges diente jedoch eine Wette unter Freunden.

Ein langjähriger Freund der Familie namens Willi teile Udos Begeisterung für Modellflugzeuge. Er erwarb häufig neue teure Modelle für seine Hobby-Flotte. Eines Tages zeigte Willi Udo aufgeregt ein kostspieliges neues Fluggerät aus Titan, das er aus Japan importiert hatte. Gespannt fragte er nach Udos Meinung. Udo sammelte Modellfluggeräte, war jedoch immer davon überzeugt, dass eine Konstruktion mit vier Rotoren eine bessere Leistung erbringen würde.

»Nun, Willi ... Ich glaube, das ist der gleiche Schrott, den du mir jedes Mal zeigst!«, sagte Udo. »Noch ein nettes Spielzeug, das auf dem gleichen Prinzip basiert: ein Hauptmotor plus ein hinterer Motor zur Stabilität. Aber damit bekommst du keinen Auftrieb!«

»Und wie könnte es deiner Meinung nach klappen?«, fragte Willi.

»Ich schätze, ein Quadrocopter wäre dafür viel besser geeignet«, antwortete Udo.

»Und wie genau würdest du so ein Ding zum Fliegen bringen, Udo?«, wollte Willi wissen.

»Ich wette mit dir«, erklärte Udo, »dass ich einen Quadrocopter bauen und ihn fliegen lassen werde.«  


Die erste Drohne, die Udo baute hängt im Siegener Microdrones-Büro an der Wand.

Udo tauchte in das Thema Vertical Take-Off und Landing (VTOL) ein, er las und recherchierte alles, was ihm in die Hände fiel. Er kaufte eine Plattform mit drei Rotoren und untersuchte sie. Er fand die Maschine sehr interessant, war allerdings immer noch von seiner Idee überzeugt, dass ein Quadrocopter eine bessere Leistung erbringen würde.

Was zwanglos begann, wurde für Udo schnell zur Leidenschaft. Er verbrachte jeden freien Moment in seinem Keller, wo er an seiner ersten Drohne arbeitete, und schließlich draußen an Orten wie dem Garten seiner Großmutter, wo er sein Fluggerät testete.


SIEGENER NERD
BAUT UFO

Der Erfinder und Gründer von Microdrones, Udo Jürß, fliegt die md4-200 – der erste kommerziell erhältliche Quadrocopter für professionelle Anwendungen, der aus einer vor vielen Jahren abgeschlossenen Wette entstand.

Ein neugieriger Nachbar, der für eine Lokalzeitung tätig war, entdeckte das UAV am Himmel und schrieb mit Begeisterung einen Artikel darüber. Schon kurz darauf veröffentlichte die Zeitung einen Bericht über Udos Drohne mit dem Titel »Siegener Nerd baut UFO«.  

Auch andere nahmen jetzt von dem Fluggerät Notiz. Immer wieder kamen Branchenexperten auf Udo zu und fragten ihn, ob seine Drohne für bestimmte Anwendungen eingesetzt werden könnte. Er wurde sich schnell bewusst, welchen Wert seine Maschine für die kommerzielle Verwendung hatte.

Von Dachdeckern über Infrastrukturingenieure bis hin zu Wissenschaftlern – als Udos Drohne bekannt wurde, wandten sich Mitglieder unterschiedlichster Branchen an ihn und fragten, ob die Drohne für ihre Zwecke eingesetzt werden könnte. Dadurch erkannte Udo die Marktfähigkeit seiner Erfindung.

Er war vom großen Potenzial für den professionellen Markt überzeugt und machte sich auf die Suche nach Unterstützern, die eine Firma mit ihm aufbauen würden. Schon bald stieß er auf Jan Wendel, einen Meister der Algorithmen, und Daniel Schübeler, einen Experten im Bereich Aerodynamik. Zusammen gründeten sie im Jahr 2005 das Unternehmen Microdrones. 

2007 stieg Udos Sohn Sven Jürß bei Microdrones ein. Sven wuchs zusammen mit dem Unternehmen auf und steuerte schon in jungen Jahren Drohnen über Felder in Deutschland. Sven war wesentlich am anhaltenden, stabilen Wachstum des Unternehmens beteiligt.

Sven Jürß, Microdrones CEO

 

Die Microdrones md4-1000 überquert als erste Drohne erfolgreich die Alpen.

Das Unternehmen verkaufte Tausende Drohnen, die bei den Kunden begeisterte Kritiken für ihre Stabilität, Nutzlast, Belastbarkeit bei rauen Wetterbedingungen und langen Flugzeiten hervorriefen.

Im Sommer 2013 gelang Microdrones eine weitere Meisterleistung: die erfolgreiche Überquerung der Alpen. 

Ein Microdrones-UAV der Baureihe md4-1000 überflog als erste Drohne die Alpen und legte dabei 12 Kilometer zurück. Die Zuschauer waren vor allem davon beeindruckt, dass die md4-1000 diese Strecke im GPS-Wegpunkt-Modus flog – die Flugroute war also vollkommen automatisiert.

Die internationale Gemeinschaft wurde nach und nach immer mehr auf Microdrones und die hergestellten Fluggeräte aufmerksam. Branchenexperten erkannten schnell, dass das Unternehmen robuste, verlässliche Fluggeräte produzierte, mit denen sie ihre Aufgaben sicherer und effizienter ausführen konnten.

VOM BESTEN
KOMMERZIELLEN
QUADROCOPTER ZU
PROFESSIONELLEN
KOMPLETTLÖSUNGEN

Zurück in den Vereinigten Staaten und Kanada befassten sich Vivien und das Flyterra-Team eingehend mit ihrem Ziel, benutzerdefinierte Lösungen für spezifische Industrieanwendungen zu entwickeln. Sie wussten, dass sie die bestmöglichen Ergebnisse nur dann erzielen konnten, wenn sie die besten Sensoren und Fluggeräte mit der geschicktesten Konfiguration mit der besten Software integrierten.

Um diese anwendungsspezifischen Komplettlösungen herstellen zu können, mussten sie mit einem außergewöhnlichen Fluggerät beginnen, das als Basis für jedes Paket dienen würde. Sie begannen, sich nach Drohnenherstellern umzusehen, mit denen sie zusammenarbeiten konnten. 

»Da ich aus Frankreich komme, haben wir uns zuerst französische Hersteller angesehen«, erklärte Vivien. »Wir waren sehr an einer Zusammenarbeit mit dem französischen Fixed-wing-UAV-Bauer Delair-Tech interessiert. Unserer Meinung nach stellte das Unternehmen eindeutig die besten Drohnen her, und wir sahen das größte Potenzial in ihnen.« Das Team recherchierte seine Optionen, schloss im Jahr 2013 ein Abkommen mit Delair-Tech und begann, diese Drohnen zu verwenden, anzupassen und zu verkaufen.

Doch Flyterra brauchte zudem ein Fluggerät, das Vertical Take-Off und Landing (VTOL) ermöglichte. »Quadrocopter bieten eine herausragende Flexibilität und sind einfach zu bedienen«, erklärte Vivien. »Wir wollten in der Lage sein, eine komplette Palette an Lösungen anbieten zu können, um dadurch die Bedürfnisse von Branchenexperten bestmöglich zu erfüllen.«

Nach einer ausgiebigen Recherche entschieden sie, dass Microdrones dafür eindeutig die beste Wahl war. 

»Die Technologie war sehr sehr gut«, sagte Vivien über die Belastbarkeit, Nutzlastkapazität, Stabilität und Widerstandsfähigkeit der Drohnen bei herausfordernden Umweltbedingungen. »Ich war begeistert, dieses System perfektionieren zu können.«

Vivien investierte unter dem Firmennamen ProDrones in Microdrones und Delair-Tech und bot weiterhin UAV-Dienste unter dem Namen Flyterra an. Ein drittes Unternehmen – Avyon – wurde gegründet, um die Drohnensysteme an die Kunden verkaufen zu können, die lieber ihr eigenes Fluggerät besitzen und betreiben wollten, als Dienstleistungen einzukaufen.

All diese Unternehmen profitierten von Flyterras kontinuierlicher praktischer Erfahrung und sammelten wichtige Kenntnisse über Schlüsselmärkte. Vivien hatte die Drohnen mit verschiedenen Nutzlasten ausgiebig in der Praxis getestet und war sich bewusst, welche Bedeutung die Entwicklung von sehr spezifischen Integrationen für jede Anwendung und die Einbindung der genau richtigen Software innehatte, damit die Daten verwendbar waren.

»Damit die Drohnen ihre Arbeit leisten konnten, mussten wir sicherstellen, dass alles genau zusammenpasste«, sagte Vivien. »Wir konzentrierten uns auf die Auswahl des besten Fluggeräts als Basis für unsere Plattformen. Danach arbeiteten wir die besten Nutzlasten und Konfigurationen heraus, um die Bedürfnisse der Benutzer für spezifische Anwendungen zu erfüllen. Dann nutzten wir sie ausführlich, um Dienstleistungen für Kunden bereitzustellen und somit an unserem Angebot zu feilen. Daher gibt es heute keine besseren Kartierungspakete als unsere.«

DIE VERBINDUNG VON NUTZLASTEN UND PLATTFORMEN

Im Laufe der Zeit half Avyon dabei, das Geschäft von Microdrones in Nordamerika durch die Implementierung erfolgreicher Lösungen und Dienstleistungen, die Fluggeräte von Microdrones beinhalteten, auszubauen. 

Das Unternehmen bot Komplettlösungen an, die Microdrones-Fluggeräte mit der richtigen Nutzlast für spezifische kommerzielle Anwendungen wie im Vermessungswesen, bei Kartierungen, Inspektionen, im Bergbau, auf Baustellen und in der Präzisionslandwirtschaft integrierten. 

Im Jahr 2016 fusionierten Microdrones und Avyon und firmieren seitdem unter dem Namen Microdrones.

Microdrones und Avyon unterzeichneten im Jahr 2014 eine Vertriebspartnerschaft für Nordamerika, aus der später eine globale Fusion wurde.

MEHR ALS 80 TALENTIERTE MITARBEITER WELTWEIT HEBEN NEUE ARBEITSWEISEN EMPOR

Der Präsident von Microdrones Vivien Heriard-Dubreuil und Michael de Lagarde von Delair-Tech.

Heute, mit mehr als 80 Mitarbeitern in Niederlassungen in Deutschland, den Vereinigten Staaten, Kanada, Frankreich und Mexiko, ist Microdrones weiter ein stetig wachsendes Unternehmen und Branchenführer im Bereich kommerzieller Drohnen.

Ende 2016 schlossen der Geoinformationsriese Trimble und Microdrones ein weltweites Vertriebsabkommen, das Microdrones und Delair-Tech zu Trimbles bevorzugten Lieferanten von Quadrocoptern und Fixed-wing-UAV machte.

In einer zukunftsweisenden gemeinsamen Tätigkeit arbeitet Microdrones mit Delair-Tech zusammen, um eine vollständige Produktreihe professioneller UAV-Lösungen zu entwickeln. Diese gemeinsame Partnerschaft repräsentiert die größte Forschungs- und Entwicklungsexzellenz weltweit, die sich auf kommerzielle Drohnen konzentriert.

Im Jahr 2016 brachte Microdrones seine Luftbildvermessungs-Lösungen auf den Markt – Komplettpakete mit allem, was professionelle Anwender im Vermessungswesen, für Gebietskartierungen, Korridorkartierungen, Inspektionen, in der Präzisionslandwirtschaft, auf Baustellen, im Bergbau und in vielen anderen Bereichen benötigen.

2017 kam das Fluggerät md4-3000 offiziell in den Verkauf. Die md4-3000 ist das bislang größte Fluggerät von Microdrones – sie kann ein Gewicht von bis zu 5.000 Gramm tragen und (abhängig von der Nutzlast und äußeren Bedingungen) bis zu 45 Minuten lang fliegen.

Heute ist Microdrones weiterhin bei Innovationen im Bereich kommerzieller Drohnen führend, da das Unternehmen die fortschrittlichste derzeit verfügbare Technologie integriert – z. B. direkte Georeferenzierung und LiDAR.

Was als eine geteilte Leidenschaft und Wette unter Freunden begann, ist heute ein internationaler Top-Akteur, der den Markt mit kostensenkenden, zeitsparenden, präzise messenden und witterungsabhängigen Drohnen mit langen Flugzeiten beliefert. All diese Eigenschaften sind – zusammen mit einer nachweislichen Erfolgsbilanz in Sachen Leistung und Kundenservice – der Grund dafür, dass immer mehr professionelle Anwender auf die Qualität von Microdrones vertrauen.

Es ist eine kühne Behauptung, aber wir glauben fest daran, dass Microdrones die weltweit besten UAS-Plattformen für kommerzielle Anwender anbietet. Die gesetzlichen Bestimmungen werden immer weiter gelockert, weshalb wir bemüht sind, unsere Produkte für immer mehr Nutzer zugänglich zu machen. So kann sich jeder ein Bild davon machen, warum wir die Fluggeräte von Microdrones als die besten professionellen Drohnenplattformen der Welt ansehen.

FORTSETZUNG FOLGT – DARAUF KÖNNEN SIE WETTEN!